Hundefutter Test

Sie sollten Hundefutter Tests stets kritisch hinterfragen

Stiftung Warentest hat 2006 einigen Discountermarken bescheinigt, besser zu sein als andere teurere Marken. Aus dem Hundefuttertest von 2006 sind Alnutra von Aldi Nord und Maximus von Aldi Süd mit einem „sehr gut“ als die Testsieger hervorgegangen. Dieses Testergebnis hat dazu geführt, dass viele Hundebesitzer den Grund nicht mehr sahen teurere Premiumprodukte im Fachhandel zu kaufen.

Dieses doch überraschende Ergebnis ist darauf zurückzuführen, dass die Testkriterien sehr eingegrenzt waren und nicht ausreichen um wichtige Qualitätsmerkmale zu erfassen.

Zu bemängeln ist auch die Auswahl der getesteten Hundefutter: Es wurden nur Futtersorten, die im Versandhandel oder bei Discountern erhältlich sind, geprüft.

Unser Buchtipp zur Realität der Futtermittelindustrie:

Die Testkriterien beim Hundefutter-Test der Stiftung Warentest 2006 waren

die „Ernährungsphysiologische Qualität“, d.h. ob alle Vitamine, Mineralstoffe, Fettsäuren und Proteine enthalten sind, die Schadstofffreiheit, d.h. ob das Futter durch Schwermetalle oder Schimmelpilze belastet ist; es wurde beurteilt, ob das Hundefutter alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe, ungesättigten Fettsäuren und Proteine enthällt, die „Mikrobiologische Qualität“ (Untersuchung auf Keime). Außerdem wurde die Deklaration daraufhin untersucht, ob die Kennzeichnungsbestimmungen eingehalten wurden und ob die Fütterungsempfehlung passt.

Nicht berücksichtigt wurden beim Hundefutter-Test der Stiftung Warentest 2006

Ursprung und die Qualität der verwendeten Grundstoffe. Weder die wertvollere Einzeldeklaration im Vergleich zur Gruppendeklaration (z.B. „Fleisch- und tierische Nebenerzeugnisse, Getreide“ im Vergleich zu „Hühnerfleisch, Reis“) noch der verwendete Fleischanteil sind in die Beurteilung der Produkte eingeflossen. Überhaupt nicht berücksichtigt werden Zusatzstoffe wie Zucker, Aromen, Farb- und Duftstoffe.  Auch die Tierversuchsfreiheit spielte keine Rolle für die Bewertung. Es wurde ausschließlich der Substanzwert des Produkts (Zutaten und Nährstoffe) betrachtet. Der aufgeklärte Hundeliebhaber sollte nicht nur auf den Substanzwert eines Futters achten, er sollte in zunehmendem Maße auch den Erzeugungsprozeß berücksichtigen, um auf lange Sicht eine dauerhafte Lebensqualität für sein Haustier gewährleisten zu können.

Auch der Gehalt an essentiellen Aminosäuren, die über die biologische Wertigkeit, d.h. mit welcher Effizienz dieses Nahrungsprotein in körpereigenes Protein umgesetzt werden kann, Auskunft gibt, wurde nicht überprüft.

Wir raten Ihnen dazu, nicht jedem Hundefutter-Test Glauben zu schenken.

Informieren Sie sich zum Beispiel auf unserer Seite darüber, woran Sie ein gesundes Hundefutter erkennen. Lesen Sie Bewertungen und Erfahrungen von anderen Hundehaltern, die Produkte bereits ausprobiert haben.  Doch bedenken Sie auch hier: Jeder Hund hat individuelle Bedürfnisse, nicht jeder Hund verträgt eine Futtersorte gleich gut.

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